10 Jul

10. Juli 2014

Der gestrige, sehr gut besuchte, Vortrag im Neuburger Kasten von Herrn Zahn führte die Teilnehmer behutsam in das Thema „Erziehung und Selbsterziehung“ aus Sicht eines Psychologen und Waldorflehrers im Ruhestand ein.

Interessant war unter vielem anderem das Eingehen auf die ganzheitliche Sichtweise naturwissenschaftlicher und psychologischer Phänomene.

In einem sehr klaren Vortrag ging Herr Zahn darauf ein, dass die Erziehung von Kindern kein einseitiges Formen sondern ein gegenseitiger Austausch ist, aus dem alle Teilnehmer (Eltern/Lehre und die Kinder) lernen können und sollen. Ein Kind „erzieht“ einen Erwachsenen nicht nach Wissen sondern durch seine Art, indem es „einfach lebt“.

Wundervoll war vor allem die Leichtigkeit, in der Herr Zahn die Teilnehmer in relativ kurzer Zeit aus der kognitiven in die Bewusstseinsebene leitete und jeder konnte zumindest zu einem Teil erfahren, was es heißt, Dinge nicht nur geistig zu erfassen, sondern im besten Sinne „wahrzunehmen“, ein Grundgedanke der Waldorfpädagogik.

Die Gegenüberstellung des „Nürnberger Trichters“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberger_Trichter), die heute übliche Form des Lernens in der Schule und einer ganzheitlichen Herangehensweise unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungsphase des Kindes und dessen Fähigkeiten, brachte sehr bildhaft auf den Punkt, wofür wir als Förderverein unsere Energie einsetzen.

Der Vortrag wurde von uns auch gefilmt und in einiger Zeit erscheint auf unserer Facebook-Seite und eventuell auf unserer Homepage ein kleiner Zusammenschnitt als Video.